Roatan – die Insel der besonderen Erlebnisse

Canopy-Flug in Honduras – ein unvergessliches Gefühl.

Dinge, die ich nicht jeden Tag oder zumindest regelmäßig experimentiere – fürchte ich. Selbst im Frühjahr nach mehreren Monaten Winterpause wenn ich mich wieder auf dem Fahrrad schwinge, zittern meine Knie für einige Momente. Was soll ich dann zum Schnorcheln sagen? Nur die Idee, meinen Kopf unter Wasser zu halten um durch einen Plastikschlauch zu atmen – bereitet mir Erstickungsgefühle. Und obwohl ich versuche, mich daran zu erinnern, wie faszinierend das Unterwasserleben ist und sobald ich meine Angst überwinden habe, kannst mich nicht mehr aus dem Wasser holen, brauche ich jedes Mal mindestens eine halbe Stunde oder sogar länger bis ich mich wieder Wohl fühle. Deshalb bin ich erstaunt, daß ich heute keine Sekunde gezögert habe, mich an einer Schnur gehangen und mit einer ungeheuere Geschwindigkeit über die Baumkronen hinzuschmeisen.

Das Hotel, in dem wir hier auf Roatan Island übernachten, hat keinen direkten Zugang zum Strand. Morgens auf der Terrasse der Wohnung ( denn es ist tatsächlich ein Appartment mit Schlafzimmer, Wohnzimmer und vollgestette  Küche ) sehen wir das Meer und den Sonnenaufgang ist faszinierend, aber der Geruch von Wasser und das Schreien der Möwen vermisse ich total.

Es gibt einen Shuttlebus, der uns regelmäßig zum Strand auf der faszinierenden French Key Island bringt- eine private Insel, die nur unseren Hotelgästen kostenlos zur Verfügung steht. Aber es gibt so wenige Touristen auf der Insel, daß wir gestern außer dem Barmann und der Kellnerin, die uns Gesellschaft leistete, nur zu Zweit waren…

Frenchkey island

Die Insel ist eine Art ökologisches und Rettungsgebiet für Jaguare und Affen, die verlassen im Dschungel ohne Eltern gefunden wurden. Hier werden sie in Sicherheit aufgepäppelt, bis sie das Alter erreicht haben, das erforderlich ist um selbst zu überleben, um wieder in der Natur frei gelassen zu werden.

Sie haben Sicherheit, Essen, aber was ihnen fehlt, ist die Liebe der Mutter. Bisher wußte ich nicht, daß auch ein Affenbabies weinen können – bis gestern. In dem Moment, als ich das Affenbaby in die Arme nahm – ich mußte nur in der Nähe kommen, da streckte es schon die Ärmchen um es hochzunehmen,  schnallte es Ihr Füßchen so sehr um meine Hüfte und drückte sich Ihr Köpfchen an meine Brust wie ein Kind. Und als ich angefangen es zu streicheln schwänzelte es sein langen Schwanz um mich herum sosaß ich kaum ihn los gekriegen konnte Ich vergesse niemals mehr die Augen, die voller Tränen waren, als ich mich von ihr trennen mußte … und wie es geweint hat … wie ein menschliches Baby.

Heute sind wir nicht mehr an den Strand gegangen – jedenfalls werden wir morgen das Hotel wechseln und in die Gegend von West Bay Beach umziehen, die stolz als einer der schönsten Strände des Karibischen Meeres benennen darf. Also habe ich nach ein paar Erlebnisse gesucht was wir hier in der Nähe angeboten wird und so fand ich diesen Park.

Der Park, der sich “Extremly extrem ” nennt, hat die längste Seilstrecke der Karibik die Höhen von etwa 100 m erreicht, und die Entfernung zwischen dem Startpunkt und dem Ende beträgt etwa 600 m. Also dies bedeutet über eine halbe Kilometer über die Baumkronen zu schweben.Wir fuhren mit einem Jeep auf einer unbefestigten und sehr steilen Straße zum höchsten Punkt der Insel. Die Insel ist nicht so breit, so daß von hier oben das Meer auf beiden Seiten zu sehen ist.

Und von hier kletterten wir auf einen Baum – wahrscheinlich den höchsten Baum in Roatan…

als würde man vom Himmel direkt ins Meer landen

Ich stand am Rande der Plattform und blickte ins Tal – das Ende der Seile war nicht zu erkennen, als würde man vom Himmel direkt ins Meer landen und ich dachte mir – du wolltest schon immer wissen wie sich fliegen anfüllt … also spring!

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